Themenwelten

Gesunde Führung

„Den Führungskräften kommt eine entscheidende Bedeutung im Gesundheitsmanagement zu. Sie gestalten das direkte Arbeitsumfeld, fördern und unterstützen ihre Mitarbeiter und können als Vorbild dienen.“

Immanuel Hermreck | Personalvorstand von Bertelsmann

„Damit Führungskräfte in ihrem Bereich dauerhaft gute Ergebnisse sicherstellen können, sind ein gesundes Führungsverhalten sowie die Schaffung eines entsprechenden Arbeitsumfelds ein zentraler Schlüssel.“

Martin Kewitsch | Executive Vice President HR Coordination & Shared Services

„Unternehmen müssen Führungskräften den Raum für Gesundheit geben. Denn nur, wenn Führungskräfte auf sich selbst gut achten, können sie auch ihre Mitarbeiter gesund führen.“

Günter Göbel | Vorsitzender des Konzernbetriebsrats Bertelsmann

Gesunde Führung lohnt sich!

Von gesunder Führung profitieren nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihr Verantwortungsbereich! Dass Führungskräfte einen direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter haben, zeigen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.

So geht ein Führungsverhalten, das sich durch soziale Unterstützung und einen hohen Grad an Beteiligungsmöglichkeiten auszeichnet, mit einer besseren Gesundheit und einem geringeren Stresserleben des Mitarbeiters einher (Gregersen et al., 2013).

Auch eine interne Studie bei Bertelsmann belegt dies: Ist die eigene Arbeit geprägt durch Autonomie und ist die durch den direkten Vorgesetzten vermittelte Unternehmensstrategie nachvollziehbar, so die Ergebnisse, werden Mitarbeiter seltener krank. So wird selbst bei hoher Arbeitsbelastung bei einem partnerschaftlichen Führungsstil des Vorgesetzten das eigene Arbeitsumfeld als positiv erlebt. Demnach engagieren sich Mitarbeiter, die ein gutes Verhältnis zu ihrer Führungskraft haben, häufiger über das geforderte Maß hinaus und identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen. Dies wirkt sich wiederum nachweislich positiv auf die Unternehmensergebnisse aus. (Netta, 2011)

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Die besondere Rolle der Führungskraft

Jeder kennt das: unerwartete Zusatz-Aufgaben, näher rückende Deadlines, ein Termin nach dem anderen. Die Belastung ist hoch – sowohl für Sie, als auch für Ihre Mitarbeiter.

Klar ist: Sie können Ihre Ziele nur erreichen, wenn Sie und Ihr Team den Herausforderungen des Alltags gesund und stark begegnen können. Und hier kommen Sie als Führungskraft ins Spiel! „Führungskräfte gestalten das direkte Arbeitsumfeld, fördern und unterstützen ihre Mitarbeiter und können als Vorbild dienen“, sagt auch Personalvorstand Immanuel Hermreck. Wir definieren drei Hebel für eine gesunde Führung, an denen man ansetzen kann:

1. Gesunde Führung im beruflichen Alltag
Die tägliche Führung ist für die Gesundheit viel entscheidender als „an apple a day“!

2. Gestaltung gesundheitsfördernder Rahmenbedingungen
Schaffen Sie ein Umfeld, das die Gesundheit mehr stärkt als belastet!

3. Bewusstsein für die eigene Gesundheit und die Vorbildwirkung
Auch Gesundheit ist ansteckend! Achten Sie gut auf sich und seien Sie ein gesundes Vorbild!

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Gesunde Führung im beruflichen Alltag

Wie Sie täglich führen, beeinflusst, wie gut Ihre Mitarbeiter mit Belastungen im Berufsalltag umgehen können. Eines gleich vorweg: Ihr Führungsverhalten gesund auszurichten, muss keinen Mehraufwand bedeuten.

Stattdessen finden sich im Führungsalltag viele Ansatzpunkte, die sich leicht um den Gesundheitsaspekt ergänzen lassen. Wir definieren fünf Schritte zu einem gesunden Führungsverhalten:

1. Wertschätzung leben
Eine wertschätzende Führung ist u.a. gekennzeichnet durch Anerkennung, Vertrauen, Unterstützung und Beteiligungsmöglichkeiten. Denn wer sich am Arbeitsplatz wertgeschätzt fühlt und sich als wichtigen Teil eines großen Ganzen erlebt, kann auch mit Belastungen besser umgehen.

2. Belastungen erkennen
Schärfen Sie Ihren Blick für Überlastungssignale, um frühzeitig Erkrankungen und Fehlzeiten vorzubeugen.

3. Ressourcen stärken
Analysieren Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern, wie Belastungsfaktoren reduziert und Ressourcen aufgebaut werden können, z.B. durch Kurz-Erholung, Coachings oder gegenseitige Unterstützung.

4. Gesundheit thematisieren
Holen Sie das Thema Gesundheit aus der Tabu-Ecke, und machen Sie es auch ohne konkreten Anlass zu einem selbstverständlichen Bestandteil Ihrer Gespräche; suchen Sie verständnisvoll und anerkennend den Dialog!

5. Grenzen der Verantwortung erkennen
Erkennen Sie an, wo die Grenzen Ihrer Verantwortung liegen: Auch wenn sich private Schwierigkeiten auf das Arbeitsverhalten auswirken können, sind Sie nur für berufliche Belange verantwortlich. Nutzen Sie Ihre Experten vor Ort, um sich Unterstützung für Gespräche zu holen oder dem Mitarbeiter einen Ansprechpartner zu empfehlen.

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Gestaltung gesunder Rahmenbedingungen

Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Gesundheit gelebt werden kann! Zur Gesundheit am Arbeitsplatz gehören gleichermaßen die Interaktionen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter sowie die Gestaltung der Rahmenbedingungen.

Dazu zählt nicht nur die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, sondern auch Aspekte wie

  1. die Arbeitsatmosphäre
  2. Tätigkeiten und Aufgaben
  3. die Arbeitsumgebung
  4. Prozesse und Strukturen

Alle diese Punkte bilden zusammen mit der direkten Führung die Rahmenbedingungen, in denen sich Mitarbeiter innerhalb ihrer Arbeit bewegen. Und: Alle sind durch Ihre Führung gestaltbar! Auch wenn Sie mit gewissen unveränderlichen Rahmenbedingungen umgehen müssen (wie etwa den räumlichen Bedingungen oder der Art der Tätigkeiten, die der Job mit sich bringt), so gibt es doch eine Vielzahl von Aspekten am Arbeitsplatz, die Sie durch eine gesundheitsbewusste Führung gestalten und nachweislich verbessern können. Oft sind es kleine Stellschrauben, die für die gefühlte Belastung des Mitarbeiters einen erheblichen Unterschied machen. Studien zeigen: Mitarbeiter, die ihre Arbeit als sinnvoll bewerten, sowie Aufgaben mit Handlungsspielraum und vielfältigen Anforderungen erledigen, sind – trotz Stress und Leistungsdruck – nachweislich zufriedener mit ihrer Arbeit und können besser mit den Belastungen umgehen (Antonovsky, 1997; Ostermann, 2010). Wenn Sie mehr über die gesunde Gestaltung von Rahmenbedingungen erfahren möchten, klicken Sie hier.

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Eigene Gesundheit und Vorbildwirkung

Gute Gesundheit steckt an! Achten Sie gut auf sich und seien Sie ein gesundes Vorbild! Erstklassige Arbeit abzuliefern und gleichzeitig einen guten Ausgleich zu finden, erweist sich häufig als Balance-Akt.

Doch von gesundheitsbewusster Selbstführung haben nicht nur Sie etwas, sondern auch Ihre Mitarbeiter: Indem Sie gesunde Verhaltensweisen vorleben und offen über Belastungen sprechen, können Ihre Mitarbeiter das auch tun!

Wichtig ist, dass Sie sich Ihrer Vorbildfunktion bewusst sind: Wenn Sie mittags hastig einen Snack an Ihrem Arbeitsplatz verzehren, statt eine echte Pause zu machen, werden Sie sicher Nachahmer unter den Mitarbeitern finden. Keine Angst, Sie müssen weder ein Athlet noch Ernährungsexperte sein, um zum Vorbild zu werden. Werfen Sie bei Interesse einen Blick auf die Vielzahl von Angeboten und Ansprechpartnern für Sie und Ihr Team. Es gibt an vielen Stellen Unterstützung!

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