Unsere Vision für ein gesundes Unternehmen

Durch gesunde Mitarbeiter und gesunde Rahmenbedingungen ist Bertelsmann ein erfolgreiches und zukunftsfähiges Unternehmen.

Für Bertelsmann steht eines fest: Der langfristige Erfolg des Unternehmens hängt maßgeblich von gesunden Mitarbeitern und gesunden Rahmenbedingungen ab. Dabei lässt sich die Gesundheit der Mitarbeiter keineswegs allein über deren Anwesenheit messen. Gesunde Mitarbeiter kommen nicht nur zur Arbeit, sie kommen gerne zur Arbeit, fühlen sich am Arbeitsplatz wohl, setzen sich voll für die anliegenden Aufgaben ein und können sich mit dem Unternehmen identifizieren.

Gesunde Rahmenbedingungen wiederum betreffen Maßnahmen im Betrieb, die der Gesundheit der Mitarbeiter förderlich sind. Dazu gehört beispielsweise, wie der Arbeitsplatz eingerichtet ist, Arbeitsabläufe und -prozesse organisiert sind, Aufgaben und Verantwortlichkeiten verteilt sind oder die Führung gelebt wird. Gesunde Rahmenbedingungen im Unternehmen regen die Mitarbeiter dazu an, sich gesundheitsbewusst und achtsam zu verhalten. Ziel ist ein erfolgreiches Unternehmen, das am Markt besteht, wettbewerbsfähig ist und sich gegenüber der Konkurrenz behaupten kann. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht man Mitarbeiter, die in hohem Maße leistungsstark, kreativ und produktiv sind – und das geht nur, wenn sie gesund sind.

Ein gesundes Unternehmen analysiert, welche Faktoren bei der Arbeit optimiert werden können und hilft den Mitarbeitern dabei, gesund zu bleiben und bestmögliche Arbeit zu leisten. Es dient so als Strategie, die Unternehmensziele langfristig zu unterstützen und die Zukunftsfähigkeit von Bertelsmann zu sichern. Dabei werden keine isolierten und unkoordinierten Einzelmaßnahmen umgesetzt, sondern Maßnahmen in den gesamten Arbeitsprozess integriert. Zudem wird systematisch, zielorientiert und ganzheitlich vorgegangen – denn wer jeden Tag 8 Stunden auf einem nicht ergonomisch ausgerichteten Stuhl sitzt, dem hilft auch kein Rückenkurs. 

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Das Gesundheitsverständnis von Bertelsmann

Gesundheit ist nicht mehr länger nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern ein komplexes System aus Anforderungen, körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen, der Bewältigungsfähigkeit und den eigenen Zielvorstellungen, welches von der Gesellschaft sowie von persönlichen und beruflichen Faktoren beeinflusst wird.

Wir bei Bertelsmann verstehen Gesundheit als ein komplexes Konstrukt aus einer Vielzahl dynamischer Faktoren, welche sich gegenseitig beeinflussen. Anlehnend an die Definition der Weltgesundheitsorganisation setzt sich Gesundheit aus drei Komponenten zusammen: der körperlichen, der psychischen und der sozialen Gesundheit. Gesundheit wird also sowohl durch das soziale und berufliche Umfeld geprägt, als auch durch gesellschaftliche und kulturelle Traditionen sowie durch individuelle Faktoren (wie etwa die genetische Veranlagung und den Lebensstil).

Es ist wichtig, sich den komplexen Charakter von Gesundheit immer wieder vor Augen zu führen. Für ein Unternehmen spielt es zunächst keine Rolle, in welchem Bereich die Ursache eines Gesundheitsproblems liegt: Relevant ist, dass Gesundheitsprobleme zu einem Produktionsabfall und schlimmstenfalls zu einem Produktionsausfall führen können. Da die Mitarbeiter einen Großteil ihrer Zeit im beruflichen Kontext verbringen, übt das Unternehmen einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit aus.

Durch ein Gesundheitsmanagement, das vornehmlich im Arbeitskontext stattfindet, können die Mitarbeiter erreicht und dazu angeregt werden, sich gesundheitsförderlich zu verhalten. Selbstverständlich kann das Unternehmen hier letztlich nur Impulse geben, Rahmenbedingungen schaffen und damit eine Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Wie Angebote genutzt und Impulse umgesetzt werden, liegt in der Eigenverantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters. 

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Erfolgsfaktoren für Gesundheitsmanagement

Ein ganzheitliches und wirkungsvolles Gesundheitsmanagement basiert bei Bertelsmann auf sieben zentralen Erfolgsfaktoren. Sie stellen wichtige Hebel dar, um ein betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich aufbauen zu können. Nur durch ihre Berücksichtigung und das gemeinsame Zusammenspiel ist es möglich, das Thema Gesundheit nachhaltig in der Gesamtstrategie des Unternehmens zu verankern und so signifikante Erfolge zu erzielen.

Top-Down und Verankerung 01

Top-Down und Verankerung

Eine zentrale Rolle für den Erfolg des betrieblichen Gesundheitsmanagements spielt die Akzeptanz, die Unterstützung und das Engagement seitens des
Top-Managements. Es gilt, das Thema Gesundheit als Teil der Unternehmenskultur zu begreifen und nachhaltig in der Gesamtstrategie zu verankern. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass Gesundheit in die Unternehmensrichtlinien Eingang findet, wie etwa in Leitbild, Führungsleitsätze oder ähnlich zentrale Stellen. Darüber hinaus ist es essenziell, frühzeitig alle Unternehmensbereiche einzubinden, Verantwortliche zu bestimmen und Zuständigkeiten festzulegen. 

Führung 02

Führung

Führungskräfte stellen eine wichtige Zielgruppe des Gesundheitsmanagements dar: Zum Einen sind sie selbst besonderen Belastungen ausgesetzt, zum Anderen haben sie durch ihren Führungsstil aber auch direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Sie initiieren und gestalten gesunde Strukturen, Rahmenbedingungen, Arbeitsprozesse und Entwicklungsmöglichkeiten. Gegenüber ihren Mitarbeitern nehmen sie eine Vorbildfunktion ein und wirken damit als Multiplikatoren der Unternehmensphilosophie und der Gesundheitskultur.

Weitere Informationen zur zentralen Bedeutung der Führungskraft finden Sie hier.

Gesunde Strukturen 03

Gesunde Strukturen

Für ein verhältnisorientiertes Gesundheitsmanagement müssen zunächst ein gesundes Arbeitsumfeld und gesunde Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Wann immer möglich, werden hierbei bereits vorhandene Strukturen einbezogen. Bestehende Arbeitskreise, Schulungs- oder Kantinenangebote werden dann lediglich um eine gesundheitliche Komponente erweitert (sogenanntes integratives Gesundheitsmanagement). Gesundheit am Arbeitsplatz sollte also nicht als zusätzliche Aufgabe oder gar als zusätzliche Belastung wahrgenommen werden, sondern in alltägliche Abläufe integriert werden. Es empfiehlt sich, zu dem Zeitpunkt, an dem Verantwortlichkeiten festgelegt werden, auch zeitliche und fachliche Ressourcen bereitzustellen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Ergebnisorientierung 04

Ergebnisorientierung 

Ein wichtiger Aspekt ist außerdem, dem Unternehmen und seinen einzelnen Mitarbeitern von Anfang an den Mehrwert des Gesundheitsmanagements zu vermitteln. Es empfiehlt sich daher, bei der Planung und Durchführung systematisch und ergebnisorientiert vorzugehen. So sollten Maßnahmen immer auf einer vorherigen Analyse beruhen und sich an den jeweiligen Bedürfnissen und Gegebenheiten vor Ort orientieren. Nach Abschluss der Intervention gilt es, eine Evaluation durchzuführen, bei der sowohl sogenannte harte als auch weiche Faktoren berücksichtigt werden und ein Vergleich zur Zielformulierung stattfindet. Weiche, subjektive Faktoren (z.B. Arbeitszufriedenheit) sind im Gegensatz zu objektiven, harten Faktoren (z.B. Krankenstand) nicht immer monetär erfassbar, können langfristig aber einen Einfluss auf Fehlzeiten oder ähnliches haben. Die Ergebnisse der Evaluation können für andere Firmen oder Firmenbereiche als Grundlage für Anpassungen und Weiterentwicklung dienen. 

Vernetzung 05

Vernetzung

Eine Vernetzung aller wichtigen Akteure (z.B. Personalverantwortliche, Betriebsräte, Betriebsärzte, Arbeitsschutzexperten, Schwerbehindertenvertreter oder verschiedene Leitungspositionen) schafft wertvolle Synergieeffekte, von denen alle Beteiligten profitieren. Durch einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch wird ein gemeinsames Verständnis geschaffen und verschiedene Firmen, Standorte und Abteilungen können Anregungen und Orientierungshilfen für das eigene Vorgehen erhalten. 
Hier finden Sie Beispiele guter Praxis und Ansprechpartner für einen Austausch.

Bewusstsein und Befähigung 06

Bewusstsein und Befähigung

Sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte sollten für ein gesundheitsbewusstes Verhalten sensibilisiert und zu diesem befähigt werden. Verschiedene interne und externe Stellen bieten hierzu Informationsveranstaltungen, Seminare, Workshops und Beratungen an. Neben einem Wissensaufbau und der Stärkung der Gesundheitskompetenz sind außerdem die Verhältnisse im Unternehmen so zu gestalten, dass den Mitarbeitern ein gesundes Verhalten überhaupt möglich ist, z.B. durch die Sicherung ergonomischer Arbeitsplätze.

Kommunikation 07

Kommunikation

Beim Aufbau eines Gesundheitsmanagements ist es erforderlich, kontinuierlich über den aktuellen Stand und über die Ergebnisse zu informieren, denn Transparenz über das Vorgehen schafft Vertrauen bei den Mitarbeitern. Hierbei sollten verschiedene, zielgruppenspezifische Kommunikationskanäle genutzt werden, um alle Mitarbeitergruppen zu erreichen. Auch bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen sollten die Mitarbeiter immer mit eingebunden werden. Ziel einer transparenten Kommunikation ist es, die Offenheit und Akzeptanz für das Thema zu fördern, einen Kulturwandel anzuregen und aufzuzeigen, wie vielfältig und ganzheitlich Gesundheitsmanagement ist.  

Bertelsmann Health Community – Das divisionsübergreifende Steuerungsgremium

Die Bertelsmann Health Community besteht aus Konzernbetriebsratsvorsitzenden, Aufsichtsratsmitgliedern, Personalverantwortlichen, der Schwerbehindertenvertretung sowie Gesundheitsexperten aller Divisionen in Deutschland. Durch die gezielte Vernetzung dieser Akteure werden Synergien genutzt, um einheitliche Standards zu entwickeln und in den dezentralen Standorten umzusetzen. Die Bertelsmann Health Community bietet Raum für Wissensaustausch und schafft damit die Voraussetzungen, Konzepte und Ideen für ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement zu erarbeiten. Die enge Zusammenarbeit stärkt konzernweit das Commitment und fördert ein einheitliches Verständnis von Gesundheit und Gesundheitsmanagement. Die vorgestellte Philosophie wurde gemeinsam in der Bertelsmann Health Community entwickelt.