Themenwelten | Gesundheitsmanagement

Warum sich Gesundheitsmanagement rechnet

„Beim Thema Gesundheit geht es für uns nicht nur um die Senkung von Fehlzeiten. Vielmehr wollen wir für unsere Mitarbeiter ein Umfeld schaffen, das es ihnen ermöglicht, mit Spaß und Motivation an der Weiterentwicklung von Bertelsmann zu arbeiten.“

Bernd Hirsch | Finanzvorstand von Bertelsmann

„Wir können es uns nicht mehr leisten, unkoordiniert viele Aktivitäten zu  entwickeln: Das Thema Gesundheit muss Chefsache werden bei Bertelsmann, und alle müssen an einem Strang ziehen, damit unsere Mitarbeiter gesund und motiviert ihre Arbeit tun können.“

Kai Brettmann | Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der Mediengruppe RTL Deutschland | Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der RTL Group

„In allen Bereichen steigt der Leistungsdruck. Wir müssen unseren Mitarbeitern Möglichkeiten an die Hand geben, trotzdem gesund zu bleiben, denn wir brauchen sie. Gesundheitsmanagement im Unternehmen ist kein Luxus, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit“

Elke Schanz | Vorsitzende des Konzernbetriebsrats von Gruner + Jahr

Wirtschaft und Gesellschaft im Wandel

Die Herausforderungen der heutigen Zeit, welche auch die Medien- und Dienstleistungsbranche und damit Bertelsmann betreffen, machen es immer wichtiger, in die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren.

Wie wir zusammenarbeiten, verändert sich, z.B. durch neue Technologien, internationalen Wettbewerb und Aufgaben, die immer schneller und mit möglichst geringen Ressourcen erledigt werden müssen. Das beeinflusst nicht zuletzt auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Zu den veränderten Arbeitsbedingungen kommen der demographische Wandel und die Alterung der Belegschaft. Auch Bertelsmann steht vor der Herausforderung, seine Mitarbeiter bis zum Renteneintrittsalter gesund und leistungsfähig zu erhalten. Neben wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen spielt auch der Wandel des Krankheitsspektrums eine Rolle. Herrschten früher Infektionskrankheiten vor, dominieren heute chronische Erkrankungen, die auf unseren modernen Lebensstil zurückzuführen sind. Unternehmen müssen sich daher vor allem mit Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems, der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystems und mit psychischen Erkrankungen auseinandersetzen.

Gleichzeitig wird es aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels immer wichtiger, sich mithilfe gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, Nachwuchskräfte zu gewinnen und qualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. 

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BGM: Eine klassische Win-Win-Situation

In dieser veränderten Arbeitswelt ist ein gut funktionierendes Gesundheitsmanagement ein entscheidender Erfolgsfaktor. Der Nutzen liegt auf der Hand:

Unsere Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource im Unternehmen und um erfolgreich zu bleiben, sind gesunde, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter das A und O. Die Situation ist vergleichbar mit der im Mannschaftssport: Wer fünf Verletzte im Team hat, kann nur selten gewinnen.

Gesundheitsmanagement kann zu einer guten Arbeitsatmosphäre, Kommunikation und Zusammenarbeit im Team beitragen und somit ein gutes Betriebsklima, Arbeitszufriedenheit und das allgemeine Wohlbefinden fördern. Fühlen sich die Mitarbeiter wohl, lösen sie Probleme und Aufgaben effektiver, machen weniger Fehler, verletzen sich seltener und arbeiten produktiver; Leistungsfähigkeit und Motivation steigen. Auch krankheitsbedingte Fehlzeiten und Fluktuation mit ihren entsprechende Kosten können reduziert werden, wenn systematisch vorgegangen wird. Das Image des Unternehmens verbessert sich, gut ausgebildete Fachkräfte fühlen sich wertgeschätzt und bleiben ihrem Arbeitgeber länger treu – zumal die Erwerbsfähigkeit auch im Alter erhalten bleibt. All dies sind große Vorteile für das Unternehmen. Vor allem profitiert aber auch auf der Mitarbeiter selbst, schließlich verbringt dieser einen Großteil seiner Lebenszeit am Arbeitsplatz. Betriebliches Gesundheitsmanagement stellt damit eine Win-Win-Situation für alle dar. 

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Wirtschaftsfaktor Gesundheit: In Zahlen

Betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt sich, auch oder vor allem finanziell. Darauf verweist die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga), die für ihren neusten Report rund 2400 Studien ausgewertet hat.

Demnach können Unternehmen mit jedem Euro, den sie in die Gesundheit der Belegschaft investieren, 2,70 Euro allein durch reduzierte Fehlzeiten einsparen (iga 2015). Aber nicht nur die geringeren Arbeitsunfähigkeitstage rechnen sich, auch Zufriedenheit, Motivation, Produktivität, Betriebsklima, Mitarbeiterbindung/-gewinnung werden positiv beeinflusst (siehe Abschnitt oben). Die Höhe des Kosten-Nutzen-Effekts insgesamt ist zwar von verschiedenen Faktoren des Unternehmens und Gesundheitsmanagements abhängig, liegt im Durchschnitt aber bei 1:4 (iga 2015). Das heißt: Pro einem investiertem Euro können Sie vier Euro sparen. BGM lohnt sich also gleich vierfach! In gesunde Arbeit zu investieren, ist damit nicht nur eine Frage der sozialen Verantwortung – es ist auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit und Basis für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. 

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