Medizin

Sommer, Sonne, Sonnenbrand?!

Was ist Hautkrebs?

Seit einigen Jahren ist in Deutschland eine Zunahme von Hautkrebserkrankungen zu verzeichnen. Schätzungsweise erkranken mittlerweile jährlich rund 220.000 Menschen. Bei Hautkrebs handelt es sich um bösartige Veränderungen der Hautpigmente. Dabei werden zwei Arten unterschieden: Der schwarze Hautkrebs (auch malignes Melanom) entwickelt sich oftmals aus bereits vorhandenen auffälligen Muttermalen und ist sehr aggressiv und gefährlich. Der helle Hautkrebs schließt als Sammelbegriff mehrere unterschiedliche Hauttumore ein und hat grundsätzlich gute Heilungschancen.

Eine starke und regelmäßige UV-Belastung sowie häufige Sonnenbrände, vor allem im Kindesalter, gelten als die Hauptursache für Hautkrebs. Weitere Risikofaktoren wie eine genetische Veranlagung oder ein geschwächtes Immunsystem können die Entstehung ebenfalls begünstigen.

Häufige Sonnenbrände gelten als Hauptursache für Hautkrebs.

Tipps für den gesunden Umgang mit der Sonne

  • Mittagssonne meiden: Besonders in südlichen Ländern sollten Sie die direkte Sonneneinstrahlung zwischen 12 und 15 Uhr meiden. Zu dieser Zeit ist die UV-Strahlung am intensivsten.
  • Sonnenschutz nicht vergessen: Mindestens 30 Minuten, bevor Sie in die Sonne gehen, sollten Sie sich eincremen. Der notwendige Lichtschutzfaktor ist abhängig von Hauttyp, Region und Vorbräune. Je heller und sonnenempfindlich die Haut ist, desto höher sollte der Schutzfaktor sein. Erfahren Sie hier, welcher Hauttyp Sie sind.
  • Regelmäßiges Nachcremen ist notwendig, um den Schutz zu erhalten. Verwenden Sie beim Baden nur wasserfeste Sonnencreme und cremen Sie sich nach dem Abtrocknen erneut ein.
  • Anziehen statt Ausziehen: Langärmelige Kleidung schützt zusätzlich vor UV-Strahlung. Besonders Kleinkinder sollten der Sonne niemals unbekleidet ausgesetzt sein, denn diese reagieren besonders empfindlich auf UV-Strahlen.
  • UV-Index beachten: Informieren Sie sich über die Intensität der UV-Strahlung in Ihrer Region. Informationen zum UV-Index können hier eingeholt werden. Die UV-Strahlung ist insbesondere in südlichen Regionen, in den Bergen und in und am Wasser durch die Reflektion besonders hoch.
  • Solarium vermeiden: Zuviel UV-Strahlung, egal ob künstlich oder natürlich, schadet der Haut und lässt sie schneller altern.

Wie bei vielen Krebsarten gilt auch für Hautkrebs: Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. 

Wie bei vielen Krebsarten gilt auch für Hautkrebs: Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Grundsätzlich wird eine Untersuchung der Haut spätestens ab einem Alter von 35 Jahren im Zweijahresrhythmus empfohlen und von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Darüber hinaus können Sie selbst viel zur Früherkennung beitragen, indem Sie Ihre Muttermale und die Ihrer Kinder regelmäßig anhand der ABCDE-Regel kontrollieren.

A. Asymmetrie: Ein Muttermal hat eine ungleichmäßige und unsymmetrische Form

B. Begrenzung: Ein Muttermal hat unscharfe oder ausgefranste Ränder

C. Colour (engl. Farbe): Ein Muttermal weist eine veränderte Färbung auf (rosa, graue oder schwarze Punkte innerhalb eines Mals)

D. Durchmesser: Ein Muttermal hat einen Durchmesser von mehr als 5 mm oder hebt sich stark von der übrigen Haut ab

E. Entwicklung: Ein Muttermal hat sich über die letzten drei Monate verändert

Bemerken Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten, sollte baldmöglichst ein Hautarzt aufgesucht werden. 

Genießen Sie den Sommer!