Medizin

Herzgesundheit

Um diese immense Arbeitsleistung bewältigen zu können, braucht es einen gesunden Herzmuskel. Weltweit stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache dar, in Deutschland geht knapp die Hälfte aller Sterbefälle darauf zurück. Um Ihr Herz gesund zu halten, genügen oftmals schon kleine Veränderungen im täglichen Leben.

Was gefährdet das Herz?

Neben einer genetischen Veranlagung wird die Herzgesundheit in erster Linie durch den persönlichen Lebensstil beeinflusst. Ein Mangel an Bewegung, Rauchen, eine ungesunde und zuckerreiche Ernährung, starkes Übergewicht, ein hoher Blutdruck und Stress gelten als primäre Risikofaktoren für Herzerkrankungen. Dies kann unter Umständen zu einer Verengung der Blutgefäße (Arteriosklerose) führen, wodurch der Herzmuskel weniger versorgt wird und Herzgewebe abstirbt. Verschließen Ablagerungen oder Blutgerinnsel ein oder mehrere Herzkranzgefäße völlig, kann ein Herzinfarkt die Folge sein.

Die Herzgesundheit wird in erster Linie durch den persönlichen Lebensstil beeinflusst. 

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung

Die richtige Ernährung minimiert das Risiko von Herzkrankheiten erheblich. Als besonders effektiv hat sich dabei die sogenannte Mittelmeerkost erwiesen. Das bedeutet: Wenig tierische Fette und Fleisch – stattdessen eher Fisch und Meerestiere, viel Obst und Gemüse sowie pflanzliche Fette und Öle. In den Mittelmeer-Ländern, in denen sich Menschen so ernähren, treten deutlich weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf als bei uns. Vermeiden Sie außerdem zu viel Salz und übermäßigen Alkoholkonsum. Falls Sie Ihr Gewicht reduzieren wollen, experimentieren Sie auf keinen Fall mit einer Nulldiät und einem plötzlichem „Gewalt-Training“. Langsam, aber stetig, ist die richtige Devise. 

Mangelnde Bewegung ist einer der Hauptfeinde

Um Herzkrankheiten effektiv vorzubeugen, empfehlen Experten vier- bis fünfmal die Woche rund 30 Minuten Bewegung. Am einfachsten gelingt dies, wenn Sie Bewegung bewusst in den Alltag integrieren, also eher einmal die Treppe statt des Aufzugs nehmen und für kurze Wege auf das Auto verzichten. Auch einfaches Spazierengehen, Walken oder Fahrradfahren sind ideal. Wichtig dabei ist, dass Sie beim Sport langsam beginnen und die Intensität kontinuierlich steigern. Achten Sie dabei auf die Signale Ihres Körpers und brechen Sie das Training ab, wenn Sie sich nicht wohl fühlen. Bei länger anhaltenden Symptomen wie Atemnot, Schwindel oder Brustschmerzen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. 

Informieren Sie sich auf dieser Seite über die regionalen und deutschlandweiten Sport- und Bewegungsangeboten sowie über Kooperationen mit Fitnessstudios.

Es gibt häufig örtliche Herzsportgruppen, über die Sie sich bspw. bei der Deutschen Herzstiftung erkundigen können.

Finger weg von Zigaretten!

Tabak verschlechtert die Durchblutung in Ihrem Herzen und erhöht den Blutdruck. So haben Raucher ein etwa dreimal so hohes Herzinfarktrisiko wie Nichtraucher. Wenn Sie Ihrem Herzen also etwas Gutes tun wollen, lassen Sie die Finger von der Zigarette. Ein langsamer Ausstieg aus dem Rauchen ist meist einfacher und mit größeren Erfolgsaussichten verbunden. Experten raten dazu, jeden Tag eine Zigarette weniger zu rauchen. So treten auch Entzugserscheinungen wie Schwitzen und Kopfschmerzen erst gar nicht auf. 

Wenn Sie Ihrem Herzen etwas Gutes tun wollen, lassen Sie die Finger von der Zigarette.

Ziehen Sie die Stress-Bremse

Auch chronischer privater oder beruflicher Stress belastet das Herz. Stresshormone im Blut lösen nämlich eine Reihe von Reaktionen aus, die auf Dauer Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Probleme begünstigen. Dazu gehören Herzrasen, Bluthochdruck, Herzstolpern und Schlafstörungen. Versuchen Sie daher, Stress frühzeitig durch Entspannung oder Sport abzubauen. 

Schon kleine Ruhe-Inseln im Alltag werden Sie spürbar entlasten und unterstützen die Herzgesundheit.